Mittwoch 18. Juli 2018
Kultur und Sprache

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Hightech auf Käsestraßen – Vorarlberg und die Euregio Bodensee

Das DACH-Prinzip ist heute ein geläufiger Begriff für all jene, die mit der Vermittlung der Vielfalt der deutschen Sprache und des deutschsprachigen Raumes befasst sind. Trotzdem ist nur den wenigsten bekannt, dass es tatsächlich eine Region in Europa gibt, in der die durch den Bodensee verbundenen Länder sich unmittelbar berühren und tatsächlich miteinander kooperieren, nämlich in der Euregio Bodensee. Das Seminar bietet die Möglichkeit, diese Region besser kennen zu lernen, in der sich eine besondere Vielfalt gebildet hat – und das nicht nur bezogen auf die Standardsprache oder die auf engstem Raum gesprochenen unterschiedlichen alemannischen Dialekte.

Wenn man von der Euregio Bodensee spricht, geht es vor allem um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht. Im Seminar soll – ausgehend vom Bundesland Vorarlberg – deutlich werden, warum diese Region einen derart rasanten Aufstieg erlebte und, bezogen auf ihre wirtschaftliche Dynamik, heute einen Spitzenplatz in europaweiten Rankings einnimmt.

Dass diese Entwicklung nicht spannungsfrei verlief, soll am Beispiel der Arbeitszuwanderung reflektiert werden: Welche Identitäten entwickeln sich in einer Region, die über Jahrhunderte hinweg durch Arbeitszuwanderung geprägt wurde, welche Bilder haben die BewohnerInnen Vorarlbergs und welche die der Bodenseeanrainerstaaten voneinander?

Der Alpenraum und damit auch Vorarlberg ist in ökologischer Hinsicht eine besonders sensible Zone, Lawinen, Hochwässer und Murenabgänge sind in Zeiten des Klimawandels eine wachsende Bedrohung. Projekte des nachhaltigen Wirtschaftens versuchen in diesem Zusammenhang ein besseres Verständnis für notwendige (Bewusstseins-)Änderungen in der Region zu schaffen.

Vorarlberg ist nicht nur wirtschaftlich sehr erfolgreich, sondern konnte sich in den letzten Jahrzehnten auch immer stärker kulturell in Szene setzen. Musikalische Hochkultur (Bregenzer Festspiele, Schubertiade Schwarzenberg) und eine lebendige (alte und neue) Volksmusik belegen gleichermaßen, dass der vielzitierte Satz „Alemannia non cantat“ eine Legende ist. Die Alemannen singen nicht nur gerne, sie lassen sich das auch einiges kosten.

Den Ruf einer besonders fruchtbaren literarischen Provinz hat sich das Land in den letzten Jahrzehnten erworben, und auch in der Architektur gehen inzwischen bedeutende Impulse von den Vorarlberger Holzbaukünstlern aus, die im Wohn- und Industriebau ganz neue Wege beschritten haben.

 

Die TeilnehmerInnen werden sich mit diesen Themen entsprechend den Prinzipien der „erlebten Landeskunde“ durch selbstständige Recherchen, in Überblicksreferaten und Arbeitskreisen, auf Tagesausflügen und in Kulturprogrammen während des Seminars beschäftigen. Dabei wird auf die methodisch-didaktische Aufbereitung der Kursinhalte Wert gelegt.

Zusätzliche Schwerpunktsetzungen im Bereich der schulischen Didaktik erfolgen im Bereich der Erlebnispädagogik und Peer-Mediation, deren Konzepte an österreichischen Schulen mit Erfolg umgesetzt werden und zur Erhöhung der Sozialkompetenz im Klassenverband führen.

 

Inhalte

  • Vorarlberg und seine Nachbarn am Bodensee: Wirtschafts- und Sozialgeschichte einer Grenzregion
  • Hochsprache und Dialekt – regionale Besonderheiten
  • Regionalkultur: Sprache, Musik, Literatur, Musikschaffen in Vorarlberg
  • Tradition und Moderne: Barockbaumeister – innovative Holzbaukunst
  • Bedrohter Lebensraum: Nachhaltige Wirtschafts- und Tourismuskonzepte
  • Landeskundliche Recherchen im grenznahen Raum
  • Erlebnispädagogik, Peer-Mediation im Klassenverband
  • Präsentation aktueller Unterrichts-/ Landeskundematerialien

 

Termin: 21. Juli bis 2. August 2014

 

Anmeldeschluss: 21. April 2014

 

Veranstaltungsort: Lochau bei Bregenz

 

Organisation: Gerhard Grabner (gerhard.grabner@kulturundsprache.at)

 

Preis: Euro 1.310,–

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