Donnerstag 26. April 2018
Kultur und Sprache

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Bundesministerium für Bildung

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Tel: +43 /1 /53120-0

Wien - Hauptstadt der Musik

 

Projektergebnis entstanden im Seminar „Zum Beispiel: Wien“ – 2001, unter Mitarbeit von: Alexandra Pagacz (Krakau, Polen), Per Styve (Oslo, Norwegen), Meeli Valjaots (Tartu, Estland), Eve Zekker (Voru, Estland).

Projektleitung und Redaktion: Dagmar Gilly (Graz, Österreich)

 

Zielgruppe: LernerInnen (3 Jahre DaF oder mehr)


Ziele der Unterrichtssequenzen:
Kenntnisse:

  • Wien kennen lernen
  • Geschichte von der Monarchie bis zur Republik
  • Bekannte Komponisten und Kompositionen kennen lernen
  • Fertigkeiten:
  • Gefühle äußern
  • Texte verfassen
  • Globales Lesen trainieren
  • Textverstehen üben
  • Haltungen:
  • Interesse für Musik aus anderen Ländern bekommen
  • Lust auf klassische Musik wecken

 

Benötigte Materialien: Ausschnitte aus "Die Zauberflöte" (W. A. Mozart), "Rock Me Amadeus" (Falco)

 

Ablauf der Unterrichtssequenzen

 


 

Sequenz 1: Thema: Wien und Falco

 

Die SchülerInnen formulieren das genaue Thema am Ende der Stunde selbst.

 

Schritt 1: Ouvertüre der „Zauberflöte“am Beginn der Stunde spielen (2-3 Minuten) bis die SchülerInnen zur Ruhe gekommen sind. Anschließend informiert der/die LehrerIn, dass in den nächsten 3 – 4 Stunden mit Musik aus einer (anderen) europäischen Großstadt gearbeitet wird.

Schritt 2: Arbeit mit „Rock me Amadeus“ (Falco)
+ SchülerInnen arbeiten in Gruppen (3 – 5 / Gruppe), jede Gruppe bekommt eine Strophe des Liedtextes, die letzte Zeile und der Titel werden weg geschnitten
+ die Gruppen üben den Text rhythmisch ein, erfinden Bewegungen dazu und ergänzen die letzte, fehlende Zeile
+ die Gruppen präsentieren ihre Ergebnisse
+ die SchülerInnen raten, wer die im Lied besungene Hauptfigur, dieser „Punker“, sein könnte
+ die SchülerInnen hören „Rock me Amadeus“
+ der / die LehrerIn oder informierte SchülerInnen erzählt / erzählen etwas über Falco
(www.falco-homebase.com)
+ die SchülerInnen hören das Lied ein zweites Mal, je nach Lust können sie mitsingen

 

Schritt 3: Assoziogramm zum Thema „Wien – die Hauptstadt der Musik“ mit Begleitmusik „Ouvertüre“(Zauberflöte )

Schritt 4: Hausaufgabe (wahlweise)
+ SchülerInnen wählen einen Begriff aus dem Assoziogramm, suchen darüber Informationen dazu und schreiben einen kurzen Text zu ihrem Stichwort (Austausch darüber in der nächsten Stunde)
+ Zeitachse erstellen – die SchülerInnen tragen die Lebensdaten bekannter Komponisten in den Raster ein und suchen (Lexika) eventuell Informationen über die Komponisten (schriftlich).
Z.B. 1750 1775 1800 1825 1850 1900 1925 1950 1975 2000
dazu bekannte Komponistennamen wie Wagner, Strauß, Schubert, Beethoven, Mozart u.a. gemeinsam vorher sammeln
Tipp darüber hinaus: Arbeit mit einer als Schnur gedachten Linie (im Raum) als Zeitbalken, an dem die SchülerInnen Komponisten aufreihen, die Ihrer Meinung nach zu bestimmten Zeiten lebten und mit Wien irgendetwas zu tun hatten. Diese Chronologie kann dann je nach Wissensstand und Interessen der LerrnerInnen eventuell in einen breiteren historischen Kontext (Wien: Kunst / Politik / Literatur/ Zeitgeist u.a.) eingebettet werden bzw. um eine Parallelachse für das eigene Land erweitert werden.

 

Materialien:
+ Musik: „Die Zauberflöte“ (Ouvertüre)
Falco „Rock me Amadeus“
+ Informationen über Falco (Biographisches) unter www.falco.at
+ Zeitachse
+ Informationen über österreichische Komponisten unter www.aeiou.at/musikkolleg-online

 

Text: Liedtext „Rock me Amadeus“

 

Rock Me Amadeus (Falco)

Er war ein Punker
Und er lebte in der großen Stadt
Es war in Wien, war Vienna
Wo er alles tat
Er hatte Schulden denn er trank
Doch ihn liebten alle Frauen
Und jede rief:
Come and rock me Amadeus
Er war Superstar
Er war populär
Er war so exaltiert
Because er hatte Flair
Er war ein Virtuose
War ein Rockidol
Und alles rief:
Come and rock me Amadeus
Amadeus, Amadeus...
Es war um 1780
Und es war in Wien
No plastic money anymore
Die Banken gegen ihn
Woher die Schulden kamen
War wohl jedermann bekannt
Er war ein Mann der Frauen
Frauen liebten seinen Punk
Amadeus, Amadeus...

 

 

Sequenz 2 Thema: Die Zauberflöte

 

Schritt 1: Ouvertüre spielen (siehe dazu Einstieg Sequenz 1)

 

Schritt 2: Folie mit dem Gesicht von W.A. Mozart
+ Brainstormin zu „W.A. Mozart“: SchülerInnen aktivieren auf Deutsch oder in der Muttersprache alles, was sie über Mozart wissen, der/die LehrerIn kann Hilfsfragen stellen

Schritt 3: Ouvertüre+Geschichten
+ SchülerInnen hören die Ouvertüre und schreiben zu zweit eine Geschichte, die ihnen zu dieser Musik einfällt (5-15 Sätze)
+ die Geschichten werden vorgelesen
+ eventuell auch mit anderen Ausschnitten aus der Oper in gleicher Weise arbeiten

Schritt 4: Handlung der „Zauberflöte“
+ der/die LehrerIn erzählt die Handlung der „Zauberflöte“
+ 2-3 Ausschnitte aus der Oper vorspielen und vergleichen, ob und inwiefern die Themen der Geschichten der SchülerInnen mit den Themen der Oper etwas gemeinsam haben

Schritt 5: Hausaufgabe
+ Kurzbiografien: Verfasse anhand der vorgegebenen Daten Kurzbiografien von W.A. Mozart und Johann Strauss. Verwende dazu das Perfekt (mündlich) oder das Präteritum (schriftlich).

 

Zum Beispiel:

Wolfgang Amadeus Mozart
1756 Geburt in Salzburg
1761 erste Komposition (Menuett und Trio für Klavier)
1762 Reise nach Wien, Empfang bei Königin Maria Theresia
1769-1772 drei Italienreisen
1777 Reise nach Paris, auf der Reise stirbt seine Mutter
1778 Hoforganist in Salzburg
1781 kommt nach Wien
1782 Heirat mit Constanze Weber
1791 stirbt in Wien

 

Johann Strauss (Sohn)
1825 Geburt in Wien
Vater: Komponist und Bratschist, Gründung einer Kapelle, Aufführung der eigenen Walzer und Tänze
1844 Johann spielt mit seiner eigenen Kapelle in Wien (Hietzing), Weltberühmtheit
Hauptwerke: Operetten
1874 „Fledermaus“
1883 „Eine Nacht in Venedig“
1884 „Der Zigeunerbaron“
1899 stirbt in Wien

Materialien:
+ Musik: „Die Zauberflöte“ (Ouvertüre und weitere Ausschnitte)
+ Texte: Inhaltsangabe zur Zauberflöte, unter "Suche" bei:
http://www.eduhi.at/index.php
Kurzbiographien
Informationen über österreichische Komponisten unter: www.aeiou.at/musikkolleg-online


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Sequenz 3 Thema: Walzerkönig Johann Strauß und der Opernball

 

Schritt 1: „An der schönen blauen Donau“ spielen + die SchülerInnen schreiben ein paar Adjektive zu ihren Gefühlen beim Hören des Walzers + Adjektive an die Tafel schreiben + die SchülerInnen gehen frei im Raum, der/die LehrerIn nennt ein Adjektiv, die SchülerInnen machen ein Standbild dazu oder sie formulieren einfache Sätze, wie z.B. Ich bin glücklich, weil / denn / obwohl / wenn ...

 

Schritt 2: Opernball + Folien oder Ansichtskarten zeigen: Staatsoper – Außenansicht / Innenräume + der/die LehrerIn oder informierte SchülerIn erzählt über den Opernball + „Standbilder“ auf dem Opernball ( Arbeit in Gruppen von 2-3 SchülerInnen): Situationen sammeln lassen oder vorgeben, dann Pantomime dazu entwickeln: z.B. du willst jemanden ansprechen du willst jemanden vorstellen du bist KellnerIn du bist in die Person, mit der du sprichst, verliebt du fragst jemanden nach dem Namen von anderen Gästen du willst jemanden zum Walzertanz auffordern du triffst dort deine/n alte/n SchulfreundIn, deinen Chef, deine/n DeutschlehrerIn ... Du bist JournalistIn und machst ein Interview für einen Fernsehsender mit 1) einer Schauspielerin, 2)dem Wiener Bürgermeister, 3) dem Direktor der Staatsoper + „Smalltalk“ im gleichen situativen Kontext wie oben: Dialoge entwickeln und vorspielen lassen (Gesprächsthemen nach eigener Wahl der SchülerInnen)

 

Schritt 3: Hausaufgabe + die SchülerInnen bekommen Textunterlagen über Österreich, Wien, Mozart, Strauß, Falco und eventuell noch andere Informationen. Siehe dazu die Hinweise und Texte im Abschnitt „Materialien“! Anhand dieser Informationen erarbeiten die SchülerInnen ein Kreuzworträtsel oder ein Quiz für die nächste Stunde. Tipp darüber hinaus: Arbeit mit dem Film „Amadeus“

 

Materialien:
+ Musik: „An der schönen blauen Donau“ zum Hören unter: www.aeiou.at/js-donau.htm
sowie unter: www.info.wien.at/portal.html— dann unter: "Musik aus Wien" – Audio-Dateien zum Herunter laden


+ Texte/Bilder: Informationen / Fotos über die Staatsoper: www.wiener-staatsoper.at
Informationen / Fotos über den Opernball www.wiener-staatsoper.at/Content.Node2/home/opernball/191.php#

Informationen über Mozart: www.aeiou.at/musikkolleg-online

 

+ Textsammlung:


Text 1 (unter www.austria.gv.at)

 

Geschichte Österreichs
Die Alpenländer und die fruchtbaren Ebenen des Donautales waren schon in prähistorischer Zeit besiedelt. Insbesondere der Abbau von Salz diente als Grundlage für den Reichtum der keltischen Siedlungen im Ostalpenraum. Eine dieser Abbaustätten befand sich in Hallstatt, das namens gebend „Hallstattzeit“ für eine Epoche der frühen Eisenzeit wurde (800 – 400 v.Chr.). Diese keltische Gesellschaft zählte bereits im 1.Jahrhundert vor Christus zu einem wichtigen Handelspartner des angrenzenden Römischen Reiches. Um Christi Geburt ging dieses norische Königreich in den großen Verband des Römischen Reiches auf und wurde mit dem gleichzeitig eroberten Rätien (Westösterreich) und Pannonien (Ostniederösterreich und Burgenland) römische Provinz. Fast 500 Jahre lang herrschten die Römer an der Donau.
Der Niedergang des römischen Reiches führte zur einer Einwanderung neuer Gruppen in das Gebiet des heutigen Österreichs, wobei Reste der romanischen Bevölkerung auch weiterhin in Österreich verblieben. Bis zum Ende des 8. Jahrhunderts blieb der österreichische Raum Durchmarschgebiet der Wanderungsströme der Völkerwanderung. Später siedelten im Osten Österreichs die Awaren, aus dem süddeutschen Raum drangen die Bajuwaren donauabwärts vor. Im nördlichen Niederösterreich, in Kärnten und in der Südsteiermark lebten slawische Völkerschaften. Zu Ende des 8. Jahrhunderts schuf Karl der Große zwischen den Flüssen Donau und Drau als Grenzmark gegen eine weiteres Vordringen der Awaren die Karolingische Mark. Schon seit dem Ende der römischen Herrschaft war der Alpenraum durch iro-schottische Mönche nach und nach christianisiert worden.
996 erscheint der Begriff Ostarrichi, von dem sich später der Name Österreich ableitete, zum ersten Male in einer Urkunde auf. Als 976 das Adelsgeschlecht der Babenberger mit der Verwaltung dieses sehr kleinen Gebietes betraut wurde, war Österreich noch immer recht dünn besiedelt. In den folgenden Jahrhunderten erweiterten die Babenberger sehr ziel bewusst ihren Machtbereich. Durch konsequente Heiratspolitik stiegen sie zu einer der führenden Familien des Reiches auf. 1156 wurde Österreich zum Herzogtum mit sehr speziellen Rechten erhoben. Als die Babenberger in männlicher Linie um die Mitte des 13.Jahrhunderts ausstarben, hatten sie ihr Herrschaftsgebiet bedeutend vergrößert.
Nach einem kurzen Interregnum des Premysliden Ottokar II belehnte der Habsburgerkönig Rudolf I. 1282 seine Söhne mit dem Herzogtum Österreich. Sehr zielbewusst und äußerst geschickt erweiterten sie ihr Territorium. Sie erwarben die Herzogtümer Steiermark, Kärnten und Tirol durch Erbverträge und fügten noch Görz und Istrien mit Triest ihrer Hausmacht hinzu. Herzog Albrecht V., mit der Tochter Kaiser Sigismunds verheiratet, gewann schließlich 1437 nach dem Tod seines Schwiegervaters erstmals die Kaiserwürde für das Haus Habsburg.
In den folgenden Jahrhunderten trugen seine Nachfolger, abgesehen von kurzen Unterbrechungen, stets die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches. Durch gezielte Heiratspolitik erweiterte das Haus Habsburg sein Territorium. Es gewann Burgund und die Niederlande. Auch in Spanien mit seinen zahlreichen Nebenländern regierten Habsburger. 1522 teilte sich die habsburgische Dynastie in eine spanisch-niederländische und eine österreichisch-deutsche Linie. Nach der Schlacht von Mohács 1526, die zum Tod der des Jagellonenherrschers führte, erbten die Habsburger deren Herrschaftsrechte in Böhmen und Ungarn. Sie waren vorerst aber nur Wahlkönige in diesen Territorien ehe sie 1618 in Böhmen die Erbfolge mit militärischen Mitteln durchsetzten. Das 16. und 17. Jahrhundert waren von der Auseinandersetzung mit dem Osmanischen Reich, dessen Truppen zweimal bis vor die Tore Wiens vorgedrungen waren, geprägt. Nach Zurückdrängung der osmanischen Expansion und dem Vordringen der Habsburger auf dem Balkan hatte die österreichische Linie der Habsburger mit ihren Territorien die Stellung einer europäischen Großmacht erreicht. In dieser Zeit entstand auch das klassische österreichische Barock.
In der 2. Hälfte des 18.Jahrhunderts legten Maria Theresia und ihre Söhne Joseph II. und Leopold II. und durch weit gehende Reformen die Grundlagen für einen modernen Verwaltungsstaat der Neuzeit. Die Veränderungen der europäischen Landkarte durch die französische Revolution und die nachfolgenden Napoleonischen Kriege führten zur Auflösung des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“. Kaiser Franz II. legte 1806 die Reichskrone, die bis heute gemeinsam mit den Reichsinsignien in der Wiener Schatzkammer aufbewahrt wird, nieder. Im Zuge der Neuordnung Europas kam Salzburg, ehemals jahrhunderte lang ein unabhängiges Fürsterzbistum, zu Österreich.
Der transnationale habsburgische Zentralstaat, in dem jedoch die deutsche Kultur dominierte, sah sich im 19. Jahrhundert zunehmend den zentrifugalen Kräften des Nationalismus ausgesetzt. Nach militärischen Niederlagen stimmte Kaiser Franz Joseph 1867 der Etablierung der Doppelmornarchie Österreich-Ungarn zu. Beide Reichsteile verfügten über ein eigenes Parlament. Zu den gemeinsamen Aufgaben der Regierung gehörten lediglich die Außen-, Verteidigungs- und - im eingeschränkten Maße - die Wirtschaftspolitik. Eine weitere Föderalisierung der Monarchie fand nicht statt. Dieser Vielvölkerstaat zerbrach mit der militärischen Niederlage Österreich-Ungarns nach dem Ersten Weltkrieg.
Als „deutscher Nachfolgestaat“ der einstigen Doppelmonarchie konstituierten die Bundesländer Österreich 1918 als demokratische Republik. Als einziger territorialer Neugewinn kam nach einer Volksabstimmung das Burgenland von Ungarn nach Österreich, während Südtirol an Italien fiel. Nur mühsam fand dieser Kleinstaat seinen Platz in dem territorial und politisch neu geordneten Europa. Bereits 1933 endete die demokratische Phase der österreichischen Geschichte in der Zwischenkriegszeit. 4 Jahre lang durchlebte das Land anschließend das autoritäre Experiment eines Ständestaates. 1938 marschierten deutsche Truppen in Österreich ein, das auch wegen seiner labilen innerstaatlichen Verhältnissen keinen militärischen Widerstand leistete. Lediglich Mexiko anerkannte diesen Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland nicht an. Während der Phase der nationalsozialistischen Okkupation wurden mehr als 16.000 Österreicherinnen und Österreicher in Konzentrationslager ermordet, ebenso viele gingen in den Gefängnissen zu Grunde; von den mehr als 67.000 österreichische Juden, die in Vernichtungslager deportiert wurden, erlebten kaum mehr als 2.000 das Ende des Krieges. Dazu kamen 247.000 Österreicher, die in der Wehrmacht des Dritten Reiches ihr Leben verloren oder als vermisst gemeldet wurden. Die Zahl der durch Bomben getöteten Zivilpersonen belief sich auf 24.000. In der 1945 mit Hilfe der Alliierten wiedererrichteten "unabhängigen" Republik Österreich blieben noch bis 1955 die Truppen der vier Großmächte Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und USA stationiert. Die Präsenz der Alliierten dauerte bis zum Abschluss des österreichischen Staatsvertrages. 1955 beschloss der Nationalrat mit Verfassungsgesetz die immer währende Neutralität Österreichs. Noch im selben Jahr fand Österreich Aufnahme in die Vereinten Nationen. In den folgenden Jahrzehnten schuf sich Österreich einen anerkannten Platz im europäischen Gefüge. Nach langjährigen Bemühungen um die Teilnahme an der europäischen Integration wurde Österreich mit 1. Jänner 1995 Mitglied der Europäischen Union.

 

Text 2 (unter www.austria.gv.at)

Wien
Fläche: 415 km2
Einwohner: 1,6 Millionen
Wien ist Stadt und Land zugleich.
Landespatron: Hl. Klemens Maria Hofbauer (Redemptoristenpater, geb. 1751 Taßwitz/Südmähren [heute: Tschechische Republik], gest. 1820 Wien)
Gedenktag: 15. März
Landeshymne: Das Land und die Stadt Wien haben keine offizielle Landeshymne. Als "heimliche" Landeshymne wird jedoch der "Donauwalzer", Text von Franz von Gernerth und Musik von Johann Strauß Sohn, angesehen.
Geschichte: Schon die Babenberger machten um die Mitte des 12. Jahrhunderts Wien zu ihrer Residenz. Im 13. Jahrhundert war Wien zweimal jeweils für wenige Jahre freie Reichsstadt. Seit dem frühen 17. Jahrhundert war Wien fast ununterbrochen Haupt- und Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches, seit 1806 österreichische Haupt- und Residenzstadt. Die Bundeshauptstadt gehörte bis ins 20. Jahrhundert zum Land Niederösterreich. 1921 fiel - auch aus zum Teil wahltaktischen Gründen - die Entscheidung, Wien von Niederösterreich zu trennen und zu einem eigenen Bundesland zu erheben. Diese Trennung wurde mit Wirksamkeit vom 1. Jänner 1922 vollzogen.


Text 3: Biografien von Mozart und Strauß unter: www.aeiou.at/musikkolleg-online

 


Sequenz 4 Thema: Musik in Wien

 

Sozialform: Gruppenarbeit Schritt 1: Hausaufgaben (Quiz) austauschen und lösen Schritt 2: Produkte erzeugen und präsentieren (= Evaluation) Mögliche Aufgaben: + Touristenprospekt für MusikliebhaberInnen + Wien-Stadtplan für MusikliebhaberInnen (die wichtigsten Plätze markieren und Texte dazu schreiben (Internet, Nachschlagewerke, Reiseführer, Hilfe durch Lehrer/in) + ein Referat über einen Komponisten, Musiker, ein musikalisches Ereignis vorbereiten und vortragen + einen Rap schreiben und vorführen + ein Mozartlied einstudieren und vortragen + eine längere Szene zum Thema „Opernball“ vorbereiten und vorspielen ... Materialien: Die SchülerInnen entwickeln selbst das Thema, definieren die Arbeitsschritte, tragen das Material zusammen – der/die LehrerIn gibt Hilfestellungen, sofern diese erbeten werden.

 

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Sequenz 5 Thema: Produktpräsentationen und Evaluierung

Schritt 1: Präsentationen
Schritt 2: Beurteilung (mündliche Rückmeldung des/der LehrerIn und der Gruppe/n)


 

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