Freitag 19. Januar 2018
Kultur und Sprache

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Bundesministerium für Bildung

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Auf der Reise nach ... Wien – Kunst um 1900

Projektergebnis entstanden im Seminar „Am Schauplatz: Wien“ – 2002, unter Mitarbeit von: Friss Péter (Ungarn), Miroslavskaja Irina (Russland), Smedili Barbara (Italien), Wang Zhongxin (China).

Projektleitung und Redaktion: Dagmar Gilly (Graz, Österreich)

 

Zielgruppe: LernerInnen (3 Jahre DaF oder mehr)

 

Ziele:

  • Informationen über Wien um 1900 erwerben
  • Kunstwerke und Künstler aus dieser Zeit kennen lernen
  • Europäische Kunststile kennen lernen
  • Globales Leseverstehen trainieren
  • Informationen filtern, zusammenfassen und zielgruppengerecht präsentieren
  • Wortschatz und Strukturen zum Thema „Kunst/Kunststile/Malerei/Architektur“ erweitern
  • Kreative Texte schreiben
  • Interesse an und Lust auf Auseinandersetzung mit Kunst (speziell Architektur und Malerei) wecken
  • Persönliche Zugänge zu Kunstbetrachtung schaffen
  • Mehr über die eigene Wahrnehmung erfahren

 

Lehrmaterial-Tipp: für die Arbeit am Thema „Wien“ allgemein oder auch „Architektur und Kunst in Wien“ im Speziellen: Wien spielerisch durchschauen. Nähere Informationen finden Sie unter: Wien spielerisch

 


 

Aufgabe 1:

 

Material: Ansichten von Wiener Bauwerken (Ansichtskarten, Folder, Kopien aus Büchern oder Ausdrucke aus dem Internet. Die unten genannten Bauwerke verstehen sich als eine mögliche Auswahl.
Jede Gruppe (3-5 LernerInnen) bekommt Bilder von fünf berühmten Wiener Bauwerken aus verschiedenen Epochen. Die Gruppe soll eine chronologische Reihenfolge der Bilder herstellen und Gründe für ihre „Reihung“ nennen können.
Zur Hilfe oder zur Kontrolle können die Texte zu den einzelnen Bauwerken vorgelesen werden. (Hörverstehen)

 

Aufgabe: Ordnen Sie die Bilder fünf bekannter Wiener Bauwerke chronologisch. Begründen Sie Ihre Entscheidung!
Anschließend: Kontrollieren Sie Ihre Chronologie mit jener der folgenden Texte:

 

Text 1. Stephansdom
Das monumentale gotische Bauwerk gehört zu den bekanntesten und wichtigsten Gebäuden in Wien. Sein hoher Turm, der „Steffl“, ist das Wahrzeichen der Stadt. 343 Stufen führen ganz hinauf, wo früher die Stube für die Feuerwache war.

 

Text 2. Karlskirche
Als Dankeschön dafür, dass er die Pest überlebte, hat Kaiser Karl VI. eine riesige Kirche bauen lassen. Das bedeutendste sakrale Barockwerk, die Karlskirche mit den zwei Säulen davor, spiegelt sich in einem 1978 gebauten Teich wieder.

 

Text 3. Staatsoper
1860 gab es einen Wettbewerb, wer das schönste Opernhaus bauen konnte. Eduard van der Nuell und August von Siccardsburg konnten es. Die Oper wurde so groß, weil alle Büros, Werkstätten, Künstlerräume und natürlich eine große Bühne untergebracht werden mussten. Das Haus ist natürlich reich geschmückt.

 

Text 4. Secession
Die Secession, das Ausstellungsgebäude der gleichnamigen Künstlervereinigung ist weltweit bekannt. Die Grundidee des Bauwerks gibt den Gedanken der Zusammengehörigkeit von Kunst und Natur wieder. Charakteristisch ist die vergoldete Eisenkuppel, die wie eine Lorbeerlaube geformt ist.

 

Text 5. Hundertwasserhaus
Das vom österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser konzipierte Haus verzichtet auf gerade Linien und Symmetrie, dagegen findet man aber viel Grünes auch auf den Dächern, abwechselungsreiche Bemalung und eine ungewöhnliche Innenausstattung.

 

Weiterführende Aufgabe: Wiener Bauwerke „unter der Lupe“

 

Die angegebenen Internetadressen laden zu tiefer gehenden Recherchen zu den einzelnen Bauwerken ein. Arbeit in Gruppen nach eigenen Interessensschwerpunkten und eigenen Fragestellungen an die „Bauwerke“ (z.B. Alter, Funktion/en, Stil, BesucherInnen bzw. „BewohnerInnen, Kurioses o.ä.).

 



 

Aufgabe 2a:

 

Lesen Sie den folgenden Text:

 

Wien um die Jahrhundertwende
In der österreichisch-ungarischen Monarchie lebten viele verschiedene Völker zusammen. Es bildeten sich dadurch sehr viele nationale, wirtschaftliche, und auch gesellschaftliche Spannungen (auch durch die industrielle Revolution), die im Laufe der Zeit zu Krisen führten. Dadurch wurde auch der Zusammenhalt der Monarchie erheblich geschwächt. Nur noch die Symbolfigur Kaiser Franz Josef I. und der traditionelle Verwaltungsapparat konnte das Reich zusammenhalten. Am Ende des 19.Jahrhunderts vollzog sich ein entscheidender Wandel in der Gesellschaft. Die Frauen begannen ihre Rechte einzumahnen, Industrie und Verkehr entwickelten sich stürmisch, es wurden Parteien und Interessenvereinigungen (Gewerkschaft) gegründet
Wien war um 1900 das kulturelle Zentrum der österreichisch-ungarischen Monarchie. Hier herrschte ein reiches geistiges und literarisches Leben. In Architektur, Malerei, Musik und Literatur um die Jahrhundertwende fand ein Generationswechsel statt; das neue stilistische Spektrum reichte von - teilweise nostalgischer - Auflösung ins Ornament bis zur klaren Umsetzung von Funktion in Form. Für die gehobene Gesellschaft in Wien war der extravagante Lebensstil ein absolutes " Muss ".
Gerade diese gehobene Schicht wurde in der Kunst der Wiener Moderne dargestellt. Träger der Kultur waren das Großbürgertum und die Intellektuellen.
Die Endphase der Monarchie, in der Erneuerungen unmöglich schienen, beeinflusste die Künstler sehr. Grundlegende Motive der Dichtung damals waren das komplizierte Innenleben, der Zerfall und das Sterben. Viele Dichter sowie Intellektuelle sind durch die Umstände der Zeit sehr von den Lehren der Philosophen Sören Kierkegaard und Friedrich Nietzsche beeinflusst worden, da diese die Gefährdung der Zeit erkannten und mit ihren Werken einen Ausweg finden wollten. Auch Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, hatte großen Einfluss auf die Künstler. Er behandelte viele seiner Patienten und Patientinnen, die oft aus der gehobenen Schicht kamen, mit Hilfe der Erforschung des Unterbewusstseins. Durch diese Erforschung glaubten viele, die Probleme der damaligen Zeit erklären zu können und sie lösen zu können.
Sigmund Freud verkehrte wie fast alle Künstler und Wissenschaftler in den Wiener Kaffees. Dort schloss man sich nicht, wie es in Deutschland üblich war, zu Zirkeln oder Vereinen zusammen, sondern man diskutierte wissenschaftliche, philosophische, literarische und historische Fragen.
Die kulturwissenschaftlichen Bezeichnungen für diese Epoche pendeln prompt zwischen innovatorisch getönten Kennzeichnungen und Endzeitetiketten: also Moderne, Jung-Wien oder Jugendstil versus Dekadenz oder Fin de Siècle.



Aufgabe 2b:

 

Welche Wörter fehlen? Ergänzen Sie die Leerstellen mit Hilfe des Lesetextes!

In der österreichisch-ungarischen Monarchie lebten _______ ________ ________.
Darum gab es viele ____________, _____________ und _______________ Konflikte.
Am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten sich ______________ und ______________,
Frauen kämpften für ______________, es wurden _____________ und __________
gegründet.
Wien war in dieser Zeit ____ ______________ _________. Es war die Blütezeit der
___________, __________, ___________ und ___________.
Träger der Kultur waren ____ ____________ und ____ ____________. Die wichtigsten
Motive in der Dichtung waren ____ ___________ ______________ , ____ ____________ und ____ ___________.
Die Philosophen ________ _________ und ________ ________ und auch der Begründer
der _____________ Siegmund Freud hatten einen großen Einfluss auf die Künstler.
Fast alle Künstler in Wien besuchten _________________. Hier diskutierte man _________, ___________, ____________ und ____________ Fragen.
Für Kulturströmungen dieser Epoche gibt es viele Namen: ________________, ___________, __________________ und ________________.

 

 

 


Aufgabe 3:

 

Material: Bilder berühmter österreichischer Maler (Kopien (in Farbe) oder Darstellungen in Bildbänden) Hinweis: Die ausgewählten Bilder und Beschreibungen verstehen sich lediglich als mögliche Beispiele – es können auch andere Bilder und Texte angeboten werden - je nachdem, was der/die LehrerIn zur Verfügung stellen kann.

 

Aufgabe: Hier finden Sie Bilder von berühmten Malern um 1900 und zu den Bildern passende kurze Informationstexte. Ordnen Sie Bilder und Bildbeschreibungen einander zu. (Leseverstehen)

 

1. Gustav Klimt, einer der wichtigsten Repräsentanten der Jugendstil-Malerei, schuf 1908 das Bild „Der Kuss“. Auf der bunten Wiese umarmen sich ein Mann und eine Frau und er küsst sie. Die beiden tragen goldene und silberne Kleidung, die auffallen.

 

2. Egon Schiele malt mit expressiven und realistischen Komponenten. 1910 hat er ein Selbstporträt gemalt. Auf dem Bild schaut er uns mit großen Augen direkt ins Gesicht, und er legt seine Hand auf die Schulter.

 

3. Oskar Kokoschka hat 1936 das Bild „Prager Hafen“ gemalt. Im Hintergrund sehen wir eine Stadt, an der ein Fluss vorbeifließt. Der Fluss spiegelt die bunten Farben des Himmels wider.

 

4. Carl Moll hat 1910 „Anna Moll am Schreibtisch“ gemalt. Im Bild sehen wir eine sitzende Frau am Schreibtisch. Hinter ihr auf dem Fensterbrett stehen schöne Blumentöpfe.

 

5. Richard Gerstl hat 1906 „Donaukanal“ gemalt. An einem schmalen Fluss hinter grünen Bäumen steht ein hohes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert.

 

6. Rudolf von Alt hat 1895 „Blumenstilleben mit Louise Alt im Hintergrund“ gemalt. Es gibt schöne bunte Blumen zu bewundern.

 

Weiterführende Adressen zu Bildern und Informationen in Internet:

 

 

Variante: Die Arbeit der LernerInnen geht nur von den Bildern aus (eventuell unterstützt durch Wortschatzangebote bzw. -übungen zum Thema Bilder bzw. Kunstobjekte beschreiben). Arbeit in Gruppen – jede Gruppe wählt ein Kunstwerk „blind“ – also ohne es vorher zu sehen (z.B. durch Ziehen einer Zahl o.ä.), diskutiert seine Wirkung auf die Gruppenmitglieder und verfasst einen kurzen beschreibenden möglichst präzisen Text (Hilfsmittel: Wörterbücher, Lexika, Internet). Dieser wird (eventuell in Zusammenarbeit mit der Lehrperson) „korrigiert“. Alle Bildbeschreibungen werden gesammelt, jede Gruppe erhält also alle Texte und diskutiert, welche Bilder diese Texte in ihren Köpfen evozieren, halten diese Kommentare auch fest und beurteilen auch die Qualität der Bildbeschreibung.
Im Anschluss werden die Bilder in einer Art „Ausstellung“ präsentiert, alle kommentierten Bildbeschreibungen werden zum entsprechenden Bild gehängt, dazu eventuell auch noch ein leeres Blatt, das für weitere Kommentare zur Verfügung steht - z.B. zum Thema: „Hast du dir/ Habt ihr euch auf Grund unseres Textes „unser“ Bild so vorgestellt? Was überrascht euch? Was irritiert euch?.
So bekommt jede Gruppe von allen anderen Rückmeldungen über die Wirkung ihres Textes und darüber, wie sehr Text und Bild einander wirklich „treffen“ bzw. auch darüber wie unterschiedlich Menschen „Bilder“ wahrnehmen.

 

 


Aufgabe 4:
 

Sie interessieren sich besonders für Werke der Wiener Modern. Welche der folgenden Museen besuchen Sie bei Ihrem Wien-Aufenthalt daher auf jeden Fall? Welche Museen würden Sie aus welchen Motiven auf keinen Fall aufsuchen?
Die folgenden Informationstexte dienen als Ausgangsbasis Ihrer Recherche.
Variante: Die LernerInnen erarbeiten die Fragestellungen nur durch Recherchearbeit im Internet anhand der angegebenen Adressen.

 

Leopold Museum
Hunderte Meisterwerke der österreichischen Moderne, zusammengetragen vom leidenschaftlichen Kunstliebhaber Dr. Rudolf Leopold, zeigt das neue Leopold Museum im MuseumsQuartier. Absolutes Highlight des Leopold Museums: die weltgrößte Kollektion an Werken Egon Schieles. Insgesamt besitzt das Haus rund 200 Arbeiten dieses bedeutenden österreichischen Expressionisten - Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle.
Die aus über 5.000 Objekten bestehende Sammlung umfasst auch Hauptwerke von Gustav Klimt und Oskar Kokoschka, Richard Gerstl, Herbert Boeckl und Alfred Kubin, Ferdinand Georg Waldmüller und Friedrich Gauermann. Zusätzlich sind Möbel und Kunstgegenstände aus dem Wien um 1900 von Otto Wagner, Adolf Loos, Josef Hoffmann und Kolo Moser zu sehen.
Neben der permanenten Schau sind in dem mit weißem Muschelkalk verkleideten Neubau (5.400 m2 Ausstellungsfläche auf vier Etagen) Sonderausstellungen vorgesehen. Begleitende Veranstaltungen wie Vorträge, Symposien, Musik, Theater ergänzen das Angebot ebenso wie ein gut sortierter Museumsshop sowie ein Café mit Ausblicksterrasse auf den Haupthof des Museumsquartiers.

www.leopoldmuseum.org/index.html
www.mqw.at

 

Kunsthistorisches Museum
Das Kunsthistorische Museum wurde - wie sein architektonisches Spiegelbild, das Naturhistorische Museum vis-à vis - nach Plänen von Gottfried Semper und Karl von Hasenauer für die damals kaiserlichen Sammlungen erbaut. Es wurde 1891 eröffnet und zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt.
Seine Gemäldegalerie beherbergt zahlreiche Hauptwerke der abendländischen Kunstgeschichte, darunter Raffaels "Madonna im Grünen", Vermeers "Malkunst", die Infantinnen-Bilder von Velazquez, Meisterwerke von Rubens, Rembrandt, Dürer, Tizian, Tintoretto. Und dazu die größte Bruegel-Sammlung der Welt. In der Kunstkammer (Sammlung für Plastik und Kunstgewerbe) befinden sich Raritäten aus den einstigen Kunst- und Wunderkammern der Habsburger, darunter Benvenuto Cellinis goldenes Salzfass.

www.khm.at

 

Belvedere
Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736), erfolgreicher Feldherr und Kunstliebhaber, ließ sich dieses Gartenpalais von Johann Lukas von Hildebrandt als Sommersitz vor den Toren der damaligen Stadt erbauen. Das barocke Meisterwerk besteht genau genommen aus zwei Schlössern (Oberes und Unteres Belvedere) und beherbergt heute die Österreichische Galerie.

www.belvedere.at

 

Oberes Belvedere
Die größte Sammlung von Werken Klimts, Schieles und Kokoschkas, prominente Werke des französischen Impressionismus, die bedeutendste Sammlung von Werken des Wiener Biedermeier (Waldmüller, Amerling, Fendi) und weiters Gemälde von Romako, Makart, Boeckl, Wotruba, Hausner, Lehmden, Hundertwasser u. a. Glanzpunkt der permanenten Ausstellung: Klimts "goldene" Bilder "Der Kuss" und "Judith".

www.belvedere.at/sammlungen/index.php

 

Unteres Belvedere: Museum mittelalterlicher Kunst und Barockmuseum
Das Barockmuseum besitzt die größte Sammlung von Werken Maulbertschs, Messerschmidts und Donners, unter anderem die originalen Brunnenfiguren vom Donnerbrunnen auf dem Neuen Markt. Das Museum mittelalterlicher Kunst befindet sich in der Orangerie des Unteren Belvedere. Unter den romanischen und gotischen Schnitzwerken und Altarbildern ragen die Werke der spätgotischen Meister Michael Pacher, Rueland Frueauf der Ältere und Conraid Laib hervor.

www.belvedere.at/sammlungen/index.php

 

Secession
Kurz vor der Jahrhundertwende trat eine Reihe von Künstlern aus dem konservativen Künstlerhaus aus und gründete unter dem Namen Secession eine neue Kunstvereinigung mit dem Wahlspruch "Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit".
Auf dem von der Stadtverwaltung beigestellten Grundstück errichtete Joseph Olbrich 1897/98 für den Verein ein Ausstellungsgebäude im Jugendstil. 1985/86 wurde die Blattwerk-Kuppel (- die WienerInnen nennen es liebevoll "goldenes Krauthappel"- ) dank einer Spende des damaligen US-Botschafters in Wien, Ronald Lauder, und seiner Gattin neu vergoldet und die Secession unter der Leitung von Adolf Krischanitz renoviert und adaptiert.
Dabei wurde der für die Beethoven-Ausstellung 1902 von Gustav Klimt geschaffene 34 m lange Beethovenfries, eine virtuose, malerische Interpretation von Beethovens 9. Symphonie, in einem neu geschaffenen Raum im Untergeschoß zur permanenten Besichtigung montiert.

www.secession.at

 

Museum Moderner Kunst – Stiftung Ludwig Wien
Das MUMOK im MuseumsQuartier Wien im Neubau aus dunkelgrauem Basalt zeigt in seiner Permanentschau "Fokus 01. Rebellion und Aufbruch der 60er Jahre" (bis 26. Oktober 2003) 300 charakteristische Exponate aus der Sammlung des Hauses aus den Bereichen Pop Art, Fluxus, Nouveau Réalisme und Wiener Aktionismus.
Die Pop Art ist unter anderem durch Werke von Andy Warhol und Claes Oldenburg, Robert Rauschenberg und Jasper Johns vertreten, Fluxus und Nouveau Réalisme durch Kreationen von Daniel Spoerri, Nam June Paik, Yoko Ono, George Brecht und Marcel Duchamp. Der Wiener Aktionismus, Österreichs radikaler und wesentlichster Beitrag zur internationalen Entwicklung der Avantgarde, ist mit Arbeiten von Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler bestens dokumentiert. Dieser Ausstellungsteil wird ergänzt durch die "20. Malaktion" Hermann Nitsch' in der barocken Hofstallung des MuseumsQuartiers Wien. Und in seinem Kuppelsaal inszeniert das MUMOK die Kunstgeschichte von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart mit Werken von Kupka bis Kandinsky und von Mondrian bis Moore.

www.mumok.at/index.htm
www.mqw.at

 

KunstHausWien
Im Kunsthaus zu sehen: Hundertwasser-Ausstellung und wechselnde internationale Ausstellungen.

www.kunsthauswien.com/deutsch/mainindex.htm

 

Künstlerhaus
In den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts errichtet, dient der Prachtbau im Stil der italienischen Renaissance als Ausstellungszentrum. Heute oft für Malerei an der Grenze zu Design, Architektur und Film.

www.kuenstlerhaus.at/

 


 

Aufgabe 5:

Anregungen zur Weiterarbeit: Was uns Bilder erzählen ...

 

1 Die LernerInnen durchsuchen (in Gruppen) die angebotenen Internetadressen nach einem Bild, das sie besonders anspricht. Sie tragen Informationen zu diesem Bild bzw. zur Person des Malers/der Malerin zusammen. Im Rahmen einer „Ausstellung mit Führung“ versuchen sie ihren persönlichen Zugang zum gewählten Bild zu veranschaulichen (Form der „Führung“ ist frei, z.B. Kurzreferat, Gespräch mit den AusstellungsbesucherInnen über ..., Rollenspiel: ExpertInnen diskutieren zu dem Bild o.a.)


2 Eine interessante Variante zu dieser Aufgabe: Die LernerInnen wählen wie oben erklärt ein Bild aus österreichischen Museen und ein Bild aus dem eigenen Kulturkreis, die in etwa zeitgleich entstanden sind, und stellen die Ergebnisse ihrer vergleichenden Betrachtung dar.


3 Die LernerInnen schreiben in Einzel- oder PartnerInnenarbeit über ein selbst gewähltes Bild (auch mit Musik möglich). Es ist durchaus interessant, mehrere LernerInnen bzw. Lernpaare unabhängig voneinander zum gleichen Bild schreiben zu lassen. Als Ausgangspunkt des kreativen Schreibens könnte stehen: „Was mir beim näheren Betrachten einfällt ...“. In der Form sind die LernerInnen frei, sie geben ihrem Text abschließend einen passenden Titel.


4 Die LernerInnen begeben sich tatsächlich auf die Suche nach dem Entstehungskontext eines Bildes und recherchieren diesen auf verschiedenen Ebenen (Biografie des Künstlers/ der Künstlerin, gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche, kulturelle Rahmenbedingungen) und präsentieren das von ihnen gewählte Bild (eventuell mit einem Musikbeispiel aus der Zeit) unter dem Aspekt: „Ein Blick „hinter“ unser Bild“.

 

 

Überblick über alle Wiener Museen: www.wien.gv.at/ma53/museen/

Links zu weiteren Informationsquellen über Kunst und Kultur in Österreich: www.aeiou.at/aeiou.online.intro

 

Quellen:
Bisanz H. : Wien um 1900 Berghaus Verl. 1990.
Czeike F. Wien. Kunst, Kultur und Geschichte der Donaumetropole. Dumont Kunstreiseführer 1999.
Hoepler –Vogel – Potyka: Wien: Stadtführer für Kinder – Wien Picus Verl. 2001
Malafarina G.: Egon Schiele Die Hauptwerke. Lechner Verl. 1990.

 

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http://www.kulturundsprache.at/