Freitag 19. Januar 2018
Kultur und Sprache

KONTAKT

Bundesministerium für Bildung

Abteilung III/3
Schreyvogelgasse 2/3. Stock
1010 Wien

E-Mail: office(at)kulturundsprache.at

Tel: +43 /1 /53120-0

Auf der Reise nach ... Wien – Wiener Linien

 

Projektergebnis entstanden im Seminar „Am Schauplatz: Wien“ – 2002, unter Mitarbeit von: Tamara Laschuk, Olga Shewnertschuk, TatjanaTrafimtschik ( alle Weißrussland), Elena Pachmutowa (Russland), Raissa Oganova (Armenien).

Projektleitung und Redaktion: Dagmar Gilly (Graz, Österreich)

 

Zielgruppe: LernerInnen 3 Jahre DaF (oder mehr)

 

Unterrichts-
phase
Inhalt
Aktivitäten
Sozial-
form(en)
Medien

I. Einstieg

„Fiakerlied“
davon 1 Ausschnitt

hören, Assoziationen
finden, frei darüber sprechen

Plenum

CD-Player
Arbeitsblatt 1
Textausschnitt zum Mitlesen

II. Präsentation
Schritt 1

Wiener-Linien-Netz

öffentliche Verkehrsmit-tel erkennen, benennen und kurz beschreiben;
alternative Verkehrs-
mittel beim Ratespiel nennen.

Plenum
Einzelarbeit

Verkehrsschilder
Verkehrsnetz
Arbeitsblatt 2
Pantomimespiel

Schritt 2

Geschichte:
+ Otto Wagner und
die Stadtbahn
+ Das Wiener Straßenbahnmuseum
+ U-Bahn
+ Autobus

lesen, besprechen,
berichten

Gruppenarbeit
Plenum

Arbeitsblätter 3, 4, 5, 6
Museumsprospekte

Schritt 3

Fahrkartenübersicht

sich über die Vielfalt der
Tickets informieren, den Raster ergänzen;
Umgehen mit Tickets lernen (kaufen, entwerten, vorzeigen)

Einzel- + Partnerarbeit

Arbeitsblatt 7
Folie, OH-Projektor

III. Produktion

Orientierung in Wien

Rollenspiel: nach dem Weg fragen und ihn be-
schreiben

Partnerarbeit, evt. Partner-
arbeit

Aufgabenzettel mit Netzplänen
Ansichtskarten
Wien-Prospekt

IV. Projekt

a) Besuch des Wiener Straßenbahnmuseums oder
des Österreichischen Omni-
busmuseums;
b) elektronische Fahrkarten-
auskunft

Planen, Ziele setzen, Informationen sammeln,
Präsentation vorbereiten
recherchieren

Gruppenarbeit

Einzelarbeit

Stadtplan
Annoncen

Arbeitsblatt 8

 

Arbeitsblatt 1

 

Fiakerlied

 

Vers 1
A echter Weana Fiaka,
is’ stolz auf sein’n Stand,
mia hab’n a an Charakter,
zeig’n euch gern Stadt und Land.
Das schöne Burgtheater und d’ alten Kaiserwagen.
Die Kaiserstadt viel schönes hat, das kann ma’ ruhig sag’n
A von der Stadt zum Prater
brauch i nur a kurze Zeit, da schiaß’ns immer nur so hin,
es geht nur allweil trapp, trapp, trapp,
und durch die Prater Hauptallee geht’s a bisserl mit Routin,
weil d’ Rappn spur’n zum Lusthaus hin,
dort is a Pause drin.
A d’ Pferd wolln rasten, das is klar,
weil weit war der Weg, das is schon wahr

 

Refrain 1
Beim Lusthaus, da kehrt a jeder fröhlich gern ein,
a d' Gäst, samt Fiaka, geh’n alle hinein.
Sie essen und trinken a Glasl Bier auch Wein
So bin i’s g’wohnt und so soll’s a sein!

 

Vers 2
I hab’ zwa harbe Rappen,
mei’ Zeug’l steht am Grab’n,
a so wia de zwa trappen
wern’s net viel g’sehen hab’n.
A Peitschen na des gibt’s net, ui jessas nur net schlag`n,
das allermeiste wär tsch tsch, sonst z’reissen’s mir in Wag’n.
Vom Stand zum Lusthaus fahr’ ma in zwölf Minuten hin,
mir springt kann’s drein net in Galopp, da geht’s nur allweil
trapp, trapp, trapp.
Wans nachher so recht schiess’n, dann spür’ i’s in mir drin,
daß i die rechte Pratz’n hab, daß i a Fiaker bin.
A Kutscher kann a jeder wer’n
aber fahr’n, das können’s nur in Wean

 

Refrain 2
Mei Stolz is’ i bin halt a echt’s Weanakind,
a Fiaker, wie ma’n net alle Tag find’t,
mei Bluat is so lüftig und leicht wie der Wind,
ja, i bin halt: a echt’s Weanakind.

 

Vers 3
I bin bald sechzig Jahr’ alt,
vierz’g Jahr’ steh’ i am Stand,
der Kutscher und sei Zeugl
war’n allweil fesch beinand.
Und kummt’s amoi zum O’fahr’n
und wir i dann begrab’n,
so spannts ma meine Rapp’n ein
und führts mi über’n Grab’n.
Da laßts es aber lauf’n, führts mi in Trab hinaus,
i bitt’ ma’s aus nur net im Schritt,
nehmts meinetweg’n die Kreuzung mit.
Des is’ a Muass, des Umziagn ins allerletzte Haus
und d’Leut, die soll’n es merken, an Fiaker führt ma’ ‚naus.
Und auf mein’ Grabstein da soll steh’n,
damit’s die Leut’ a deutli’ seh’n:

 

Refrain 3
Sei Stolz war er war halt a echt’s Weanakind,
a Fiaker, wie ma’n net alle Tag find’t,
sei Bluat war so lüftig und leicht wie der Wein,
ja, er war halt: a echt’s Weanakind.

 

Quelle: www.volkstanz.at/Gstanzln/Wienerlied/Alphabetisch/F/Fiakerlied.html

 

Arbeitsblatt 2

 

Die WIENER LINIEN sind der größte Mobilitätsdienstleister Österreichs. Auf den 117 U-Bahn-, Straßenbahn- und Autobuslinie waren im vergangenen über 729 Millionen Fahrgäste unterwegs. Sie sichern die Funktionstüchtigkeit des Verkehrs in und rund um Wien und ermöglichen erst eine intakte Logistik der Wirtschaft.
Seit Mitte der 70er-Jahre verzeichnen die WIENER LINIEN - ganz im Gegensatz zu Mitbewerbern in anderen Städten und trotz des parallel stattfindenden Autobooms - Fahrgastzuwächse. Mit einem Marktanteil von 34% an allen Wegen der Wiener stehen die WIENER LINIEN im Spitzenfeld städtischer Verkehrsunternehmen in Europa.
Die WIENER LINIEN sind darüber hinaus einer der größten österreichischen Investoren für Verkehrsinfrastruktur. Im laufenden Jahr werden an die 4, 3 Milliarden Schilling investiert, davon rund 2,5 Milliarden Schilling in den U-Bahn-Neubau.

 

Netzplan der Wiener Linien: http://homepage.univie.ac.at/horst.prillinger/metro/deutsch/netzplaene.html

 

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Arbeitsblatt 3

 

Geschichte: http://homepage.univie.ac.at/horst.prillinger/metro/deutsch/geschichte.html

„Otto Wagner & Wiener Stadtbahn“
Was wäre Wien ohne Otto Wagners Stadtbahnbauten, die Stationen, Brücken, Viadukte und die Geländer, die wie ein Wien-Logo funktionieren. Das rund 100 Jahre alte Verkehrsbauwerk Stadtbahn ist mit über 40 km Streckenlänge die größte Immobilie der Stadt. Sie ist hochkarätiges kulturelles Erbe, nicht museal konserviert oder umgewidmet, sondern in ursprünglicher Verwendung leistungsfähiger Bestandteil des U-Bahnnetzes der Wiener Linien.
Otto Wagner ist einer der einflussreichsten Architekten und Städtebauer. Er kam 1841 in Wien auf die Welt, lebte und baute in Wien und starb hier 1918. In Parametern der politischen Geschichte reicht Wagners Lebenszeit von der 1848er Revolution bis zum Zusammenbruch der Österreichisch-ungarischen Monarchie im Ersten Weltkrieg (1914 - 1918). Baugeschichtlich umfasst sie die dekorative Vielfalt des Ringstraßenstils (neogotisches Rathaus, neugriechisches Parlament, neobarocke Hofburg u.s.w.), den mal blumig üppigen, mal streng geometrischen Jugendstil, die Anfänge des sogenannten funktionalistischen Bauens und des Heimatschutzstils.
Wagner forderte, dass ein Architekt den Zweck eines Bauwerkes und die Bedürfnisse der Bewohner oder Benutzer genau zu erfassen habe. Bei Erfüllung von Zweck und Bedürfnis habe der Architekt schöpferisch mit der baukünstlerischen Tradition und den jeweils modernen Baumaterialien und Konstruktionsmethoden umzugehen. Auch Zweckbauten sah Wagner nicht als reine Ingenieursaufgaben an und hatte bei der Wiener Stadtbahn Gelegenheit, das Können der Eisenbahningenieure in Baukunst zu transformieren.
Als Verkehrsmittel war die Wiener Stadtbahn eine von vielen im 19. Jahrhundert in europäischen und nordamerikanischen Metropolen gebauten Schnellverbindungen, genannt Stadtbahn, Metro(politanbahn), Hoch- und Tiefbahn, Underground. Singulär war die Entscheidung der Wiener Bauherren, die gesamte architektonische Gestaltung und das Design der Möblierung in die Hand eines Baukünstlers zu geben. Die Fassaden der Stationen, die Brücken und Geländer, die grüne Beschriftung in Versalien, die Kassenschalter und Ablageständer, die Verlegungsmuster der Bodenplatten, die Stützen der Bahnsteigdächer, die Schutzgitter für die Verglasung der Türen und Fenster – alles haben Otto Wagner und seine Mitarbeiter entworfen. Das gab der Stadtbahn jene einheitliche künstlerische Gestalt, die es gestattet, das vielstrapazierte Lob “Gesamtkunstwerk“ auf sie anzuwenden.

 

Arbeitsblatt 4

 

Das Wiener Straßenbahnmuseum
Das Wiener Straßenbahnmuseum beherbergt eine große Anzahl historisch, technisch und betrieblich wertvoller Originalfahrzeuge des Straßenbahn-, Stadtbahn- und Autobusbetriebes. Neben den derzeit 94 ausgestellten Originalfahrzeugen ist auch eine umfangreiche Dokumentation in Form von Fotos, Zeichnungen und Dokumenten vorhanden, an deren Aufbereitung für die Besichtigung ständig gearbeitet wird.
Die ausgestellten Fahrzeuge sind für die Besucher - seien es interessierte Laien oder versierte "Tramwaykenner" -besondere Leckerbissen: Eine Pferdetramway aus dem Jahr 1868, eine Dampftramwaygarnitur aus 1885/1886 sowie die gesamte Palette der elektrisch betriebenen Straßenbahn- und Stadtbahnwagen für den Personenverkehr und für Hilfsdienste aus den Jahren 1901 bis 1969. Die Autobussammlung besteht aus Wagen der Baujahre 1949 bis 1978: Normalbusse, Doppeldecker und Gelenkwagen.
Dem Wiener Straßenbahnmuseum stehen die vier Wagenhallen der ehemaligen Straßenbahnremise "Erdberg" zur Verfügung. Die gesamte Ausstellungsfläche beträgt 7500 m_, die Fahrzeuge stehen auf 1810 Metern Gleis. Das Wiener Straßenbahnmuseum ist somit das größte Straßenbahnmuseum der Welt, das ausschließlich die Geschichte des öffentlichen Verkehrs einer einzigen Stadt - der Stadt Wien - dokumentiert.
Da nahezu alle Fahrzeuge dauernd betriebsfähig erhalten werden, ist es möglich, sie bei besonderen Anlässen für Festveranstaltungen zu verwenden. Dazu ist es notwendig, die Wagen im eigenen Werkstättenbereich, einem Teil der Halle I mit 900 m_ Fläche und 232 Metern Gleislänge, laufend zu bearbeiten.
Das Wiener Straßenbahnmuseum ist jedes Jahr im Zeitraum von Anfang Mai bis Anfang Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 9.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.

Wiener Straßenbahnmuseum
3. Bezirk, Ludwig-Koeßler-Platz
(Postadresse: A - 1030 Wien, Erdbergstraße 109)Telefon: ++43 (01) 7909 43700
Telefax: ++43 (01) 7909 43709

 

Arbeitsblatt 5

 

Die Geschichte des Autobusses
Der städtische Autobusbetrieb in Wien wurde am 23. März 1907 aufgenommen. In den ersten Jahren war diese neue Betriebsform als Großversuch anzusehen, da erst die günstigste Antriebsart gefunden werden musste:
Es wurde mit Akkumulatorwagen, Benzinbussen und sogar mit Fahrleitungsbussen („gleislose Bahn“) experimentiert. Nach dem ersten Weltkrieg konnte sich der Busbetrieb neben der damals schon ausgereiften elektrischen Straßenbahn behaupten. Die ersten größeren Busserien wurden gebaut, speziell in der straßenbahnfreien Innenstadt wurden immer mehr Linien in betrieb genommen und im Jahr 1924 musste man für den stark gewachsenen Wagenpark eine eigene Hauptwerkstätte errichten.
Der große Durchbruch bei der Wagenkonstruktion gelang jedoch 1928 mit dem Bau der legendären „Fross-Büssing“-Busse mit der Typenbezeichnung „W IV 0“.
Als richtungsweisende Neuerung wurden die Wiener Busse ab 1936 mit Dieselmotoren ausgestattet, wobei viele der vor 1936 gebauten Wagen im laufe der folgenden Jahre ebenfalls Dieselmotoren anstatt der vorher verwendeten Benzinmotoren bekamen. Unterbrochen durch den Zweiten Weltkrieg konnte die Umstellaktion erst 1953 abgeschlossen werden.
Die Auswirkungen des Krieges waren für den Wiener Autobusbetrieb katastrophal: Von den 130 Bussen, die im Stand geführt wurden, war kein einziger betriebsfähig. Nach kurzer Zeit konnten aber schon die ersten Wagen notdürftig instandgesetzt und dem Betrieb übergeben werden. Der Wiederaufbau aller kriegsbeschädigten Busse konnte im Jahr 1953 abgeschlossen werden.
Ein kurzes Leben (1946 – 1958) hatte eine während des Krieges gebaute Oberleitungs-Omnibuslinie, da dieses Verkehrsmittel in Wien ein Außenseiter blieb.
Inzwischen baute die Industrie auch neue Busse, wobei besonders die Typen „120 OGW“ von Gräf&Stift und „5GF“ von Saurer lange Zeit das Stadtbild Wiens prägten.
Um jedoch eine moderne Buskonstruktion zu schaffen, wurden mehrere Versuchswagen von der Industrie hergestellt, woraus sich die neue Standard-Type kristallisierte: Der Großraum-Trambus mit Unterflurmotor und Automatikgetriebe.
Ab 1958 wurde diese Bauart, jeweils dem Stand der Technik entsprechend verbessert, in vielen Exemplaren gebaut.
Um die Leistungsfähigkeit der Busse zu erhöhen, wurden ab 1960 die Sonderkonstruktionen der „Doppeldecker“-Busse (in Betrieb bis 1991) und ab 1963 die „Gelenkbusse“ in Betrieb genommen.
Ebenfalls im Jahr 1963 machte der Autobusbetrieb der Stadt Wien einen entscheidenden Schritt in Richtung Umweltschutz:
In diesem Jahr wurde begonnen, die Busse und auch die notwendigen Tankeinrichtungen für Flüssiggas zu adaptieren. Die damals vorhandenen Busse mit Dieselmotor wurden dermaßen umgebaut, dass ein Diesel-/Flüssiggas-Mischbetrieb ermöglicht wurde. Bis 1977 konnten fast 300 Wagen für dien Zweistoffbetrieb adaptiert werden.
Neu gebaute Busse wurden ab diesem Zeitpunkt allerdings mit speziellen Gasmotoren („Otto-Motoren“) ausgestattet, da diese Motoren mit reinem Flüssiggas, also ohne Beimengung von Dieselkraftstoff betrieben werden.
Seit 1988 bekommen die Busse auch Abgas-Katalysatoren.
Eine besondere Busart, die für die beengten Verhältnisse der Wiener Innenstadt entwickelt wurde, waren die „City-Busse“. Diese kleinen Wagen waren von 1977 bis 1995 in Betrieb, ab 1992 wurden sie aber durch umweltfreundliche „Midi-Busse“ ersetzt.
Der Busbetrieb ist ein unentbehrlicher Betriebszweig der Wiener Linien, dessen Entwicklung mit etwa 500 Bussen, zirka 60 Linien mit ca. 360 Kilometern Streckenlänge und etwa 120 Millionen Fahrgästen jährlich eine stete Aufwärtsentwicklung verzeichnen kann.

www.omnibusmuseum.at

 

Arbeitsblatt 6

 

Die Geschichte der U-Bahn
Die Wende für den öffentlichen Verkehr Wiens brachte die Sitzung des Gemeinderates vom 26. Jänner 1968, bei welcher der Bau des Wiener U-Bahn - Grundnetzes beschlossen wurde.
Dieses Grundnetz beinhaltete die Neubaulinie U1, und die Umbaulinien U2, welche aus der Tunnelstraßenbahnstrecke im Zuge der "2er"-Linie entstand und U4, die aus der Wiental- und Donaukanallinie der Stadtbahn adaptiert wurde.
Mit den Bauarbeiten wurde am 1. November 1969 am Karlsplatz begonnen.
Auf der Stadtbahnstrecke Heiligenstadt - Friedensbrücke wurde der Probebetrieb mit den ersten U-Bahn-Zügen durchgeführt, der erste reguläre U-Bahn - Betrieb Wiens konnte auf diesem Streckenabschnitt am 8. Mai 1976 aufgenommen werden.
Der erste Abschnitt der "U1" zwischen Reumannplatz und Karlsplatz wurde am 26. Februar 1978 eröffnet und in der Folge wurden die jeweils fertiggestellten Bauabschnitte in Betriebgenommen, bis am 3. September 1982 das Wiener U-Bahn - Grundnetz, bestehend aus den Linien U1, U2 und U4 mit einem Länge von etwa 30 Kilometern fertiggestellt war.
Die auf diesen Linien verkehrenden U-Bahn-Züge bestehen aus bis zu drei achtachsigen Doppeltriebwagen. Den Fahrstrom (750 V Gleichstrom) erhalten die Züge nicht aus einer Fahrleitung, sondern aus einer seitlich angeordneten Stromschiene.
Das Besondere ist jedoch das Signalsystem: Die Informationen gehen nicht, wie sonst bei Bahnen üblich, über ortsfeste, optische Signale an die Züge, sondern sie werden direkt in den Fahrerplatz "gesendet". Mittels dieses Systems der "Linienzugbeeinflussung" ("LZB") werden dem Zug alle benötigten Informationen über den Fahrweg in Form von digitalen Impulstelegrammen auf induktivem Weg übermittelt.
Im Fahrzeug werden diese Informationen in ein Fahr-/Bremsprogramm umgewandelt und die errechnete, jeweils zulässige Höchstgeschwindigkeit wird am Fahrerplatz angezeigt. Der U-Bahn-Fahrer führt den Zug ausschließlich nach diesen Informationen, jedoch kann der Zug diese Signale über die Fahr-/Bremsautomatik aber auch selbst verarbeiten, wodurch ein vollautomatischer Fahrbetrieb ermöglicht ist.
Diese Betriebsform, bei der das Fahrpersonal die Türen bedient, den Abfahrtsbefehl gibt und ansonsten überwachende Tätigkeiten ausübt, ist bei der Wiener U-Bahn die Norm.
Die dauernd gestiegenen Beförderungszahlen bei der U-Bahn bestätigten die eingeschlagene Richtung, es wurde der Beschluss zum Bau des "Erweiterten Grundnetzes" gefasst: Dieses umfasste die Neubaulinie U3 sowie die Verlängerung der Stadtbahn - Gürtellinie und Einbeziehung in das U-Bahn-Netz als Linie U6.
Für den Betrieb der U3 sowie für die Verdichtung des Verkehrs auf den bestehenden Linien wurden optisch den bisherigen "Silberpfeilen" zwar fast gleichende, technisch jedoch vollkommen abweichende Doppeltriebwagen der Type U1 angeschafft. Diese Züge wurden in Drehstromtechnik ausgeführt, sie können den beim Bremsen erzeugten Strom in das Stromschienennetz zurückspeisen und damit etwa 22 Prozent Energie sparen!
Nach der Fertigstellung des "Erweiterten Grundnetzes" werden derzeit die U-Bahn-Linien U1 und U2 verlängert, was wieder eine Aufstockung des Fahrzeugbestandes erfordert.
Die nun beschafften, neuen U-Bahn-Züge der Type "V" sind in einem vollkommen neuen Fahrzeugkonzept erstellt, das sowohl innen (durchgehender Innenraum durch den ganzen Zug) als auch außen (neues Design) neue Impulse für den Wiener U-Bahn-Betrieb setzt.
Eine Sonderstellung im Wiener U-Bahn-System nimmt die Linie U6 ein. Noch vor dem Beschluss über die Einbeziehung der Stadtbahn-Gürtellinie als U-Bahn mußten die alten Stadtbahnfahrzeuge (Baujahr ab 1954!) durch moderne Gelenktrieb- und Gelenkbeiwagen ersetzt werden.
Die Stromzuführung erfolgt bei der Linie U6 in herkömmlicher Weise über Oberleitung und Dachstromabnehmer, auch das Zugsicherungssystem ist in traditioneller Weise mit optischen Signalen und magnetischer Zugbeeinflussung ausgeführt.
Um die Beförderungskapazität zu erhöhen, wurden ab 1991 neue, breitere Fahrzeuge beschafft, die in Niederflurbauweise konzipiert sind. Auch bei diesen Wagen ist die bewährte, aber wenig energiesparende Gleichstrom-Antriebstechnik durch die moderne Drehstromtechnologie ersetzt.
Die Wiener U-Bahn wurde durch ihre hohe Reisegeschwindigkeit, die Bequemlichkeit und die Sicherheit innerhalb kürzester Zeit zum beliebtesten Verkehrsmittel Wiens, das täglich von etwa eine Million Fahrgästen benutzt wird.

http://homepage.univie.ac.at/horst.prillinger/metro/deutsch/information.html

 

Arbeitsblatt 7

 

TICKETS - Tickets – Fahrkartenübersicht
Für Fahrgäste, die eine bestimmte Zeit im Wiener Linien Netz unterwegs sind und eine Karte bevorzugen, die sie auch an andere Personen weitergeben können.
– Die Monatskarte
– Die Wochenkarte
– Die 8-Tage-Karte
– Die "72 Stunden Wien"-Karte
– Die "24 Stunden Wien"-Karte
– Die Wien-Karte
– Die Wiener Einkaufskarte

TICKETS - Tickets – Fahrkartenübersicht
Für Fahrgäste, die innerhalb Wiens eine beliebig lange Strecke fahren. (ohne Unterbrechung, mit Umsteigen)
– Der Einzelfahrschein im Vorverkauf
– Der Einzelfahrschein im Fahrzeug
– Die Streifenkarte für 4 Fahrten

TICKETS - Tickets - Fahrkartenübersicht
Für Fahrgäste, die nur eine Kurzstrecke fahren.
– Die Streifenkarte für 4 Fahrten zum Halbpreis
– Der 2 Fahrten Fahrschein zum Halbpreis
– Der Halbpreisfahrschein am VOR Automaten

TICKETS - Tickets - Fahrkartenübersicht
Für Kinder (6-15 J), Inhaber eines Sozialpasses der Stadt Wien und Grundwehrdiener.
– Die Streifenkarte für 4 Fahrten zum Halbpreis
– Der 2 Fahrten Fahrschein zum Halbpreis
– Der Halbpreisfahrschein im Fahrzeug
– Der Halbpreisfahrschein am VOR Automaten

Aufgabe: Welche Fahrkarte/n empfiehlst du jemandem, der folgende Bedürfnisse hat?
Raster:

Wunsch

Karte

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

 



1 Er/Sie möchte innerhalb Wiens eine beliebige Strecke fahren.
2 Er/Sie möchte eine bestimmte Zeit im Wiener Linien Netz unterwegs sein und die Karte auch eine andere Person weitergeben können.
3 Er/Sie möchte nur eine Kurzstrecke fahren.
4 Er/Sie möchte 3 Tage in Wien verbringen und als Tourist/in möglichst flexibel und kostengünstig unterwegs sein.
5 Er/Sie möchte ein Fahrrad transportieren.
6 Er/Sie verbringt ein Studienjahr in Wien und möchte sich vorwiegend mit öffentlichen Verkehrsmittel bewegen.
7 Er/Sie ist noch spät abend unterwegs und möchte die „nightline“ der Wiener Linien benützen.

 

Arbeitsblatt 8

 

Die elektronische Fahrplanauskunft Mit dem Service der Wiener Linien genügen jetzt ein paar Klicks im Internet, um die geplante Fahrtroute genau zu studieren und sogar berechnen zu lassen. Haltestellen, genaue Uhrzeiten inklusive einer Darstellung aller wichtigen Gebäude wie Ämter, kultureller Einrichtungen oder Schulen erleichtern die Fahrt von A nach B massiv. Zusätzlich können alle WAP-Handy Besitzer dieses Service auf ihrem Mobiltelefon direkt von der Haltestelle aus abrufen ... Aufgabe: Du arbeitest bei einer Servicestelle der Wiener Linien und möchtest kompetent Auskünfte erteilen. Suche möglichst gute Lösungen für folgende Problemstellungen: 1 Er/Sie möchte vom Zentrum (Stephansplatz) zum Kahlenberg. 2 Er/Sie hat gerade die Oper besichtigt und möchte nun hinaus „ins Grüne“ nach Schönbrunn. 3 Er/Sie wohnt in der Jugendherberge Wien-Brigittenau, Friedrich-Engles-Platz 24, 1200 Wien und möchte: a) zum Rathausplatz b) in den Prater c) zur Donausinsel d) zum Schloss Belvedere

www.wienerlinien.at
www.wien.gv.at

 

Membersarea

Bitte beachten sie folgende Fristen:

Bewerbung für ein Stipendium des BMBWF: 26.01.2018
Bewerbung für ein Erasmus+-Stipendium: 1.2.2018

 

 

Katalog 2018

 

Neu!!

"Frauen in Österreich"

Unser Landeskundeband Nr. 12 ist erschienen und ab sofort im Webshop erhältlich!

http://www.kulturundsprache.at/