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OER-Materialien

 

Herzlich willkommen auf der Kultur und Sprache Materialienplattform. 

 

Unsere OER Plattform bietet Deutschlehrenden weltweit methodisch und inhaltlich innovative Materialien zur Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache. Die niederschwellig umsetzbaren Unterrichtssequenzen von 15-45 Minuten Umsetzungsdauer eröffnen zeitgemäße Perspektiven auf Österreich und setzen die Ziele kulturreflexiven Lernens und des DACH-Prinzips in der Praxis um. Sie sind v.a. für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen konzipiert.

 

Creative Commons Lizenzvertrag

 

Alle originären Inhalte auf dieser Website sind, soweit nichts anderes vermerkt ist, urheberrechtlich geschützt und lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. 

 

Die Materialien in dieser Datenbank verweisen oft auf Websites von Drittanbietern. Sollte durch Änderungen auf diesen Websites ein Link in unseren Unterrichtsmaterialien nicht mehr funktionieren, ersuchen wir Sie um eine kurze Rückmeldung an kulturundsprache@oead.at.

 


 

Inhalt:
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https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Moose_crossing_a_road.jpg

© John J. Mosesso
Moose crossing a road, 2002, Public Domain, https://en.wikipedia.org/wiki/Public_domain; via Wikimedia Common
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Moose_crossing_a_road.jpg

Was macht ein Elch in Österreich? - Wildtierwanderungen und gesellschaftliche Konflikte

Im Sommer 2025 passierte etwas Kurioses: Ein Elch wanderte für mehrere Wochen durch Österreich. Anhand eines kurzen Videobeitrags erschließen die Lernenden ein authentisches Naturerlebnis und erwerben Hintergrundwissen zum Umgang mit Wildtieren in Kulturlandschaften. Dabei erproben sie ihr Seh- und Hörverständnis. Sie üben, im Perfekt auf Leitfragen zum Videobeitrag zu antworten.

 

Weiters üben die Lernenden, dieses besondere Naturereignis sowohl aus der Perspektive von Tierschützer/innen als auch aus der Perspektive von Polizistinnen/Polizisten zu betrachten und potenzielle Handlungsmöglichkeiten abzuleiten

17.07.2026
von Anja Krohmer

Creative Commons Lizenzvertrag

Alle originären Inhalte auf dieser Website sind, soweit nichts anderes vermerkt ist, urheberrechtlich geschützt und lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Globale Lernziele


Die Lernenden …

  • üben anhand eines authentischen Videoausschnittes ihr selektives Seh-Hör-Verständnis;
  • sie verwenden die Perfektform, um einfache Sätze zu bilden;
  • nehmen verschiedene Perspektiven über das Thema „Zusammenleben von Mensch und Tier“ ein und üben dabei ihre diskursive Kompetenz;
  • formulieren einfache Sätze mit Modalverben;
  • stellen Vermutungen an.
Anmerkungen
Anmerkungen

Elche sind Wildtiere, die normalerweise nicht in Österreich beheimatet sind. Deshalb war es ein ganz besonderes Ereignis, als im Sommer 2025 ein Elch in Österreich gesichtet wurde. Sehr schnell bekam er den Namen „Emil“ verliehen.

 

Viele Menschen standen an Straßen, Feldern und Waldrändern, um den Elch zu beobachten und zu fotografieren. Züge wurden gestoppt, weil der Elch auf den Gleisen stand. Es gab eine Facebook-Gruppe, in der der Weg des Elchs dokumentiert wurde.

 

Elch „Emil“ wurde schnell zum Liebling der Österreicherinnen und Österreicher. Es gab aber auch hitzige Debatten darüber, wie man mit Emil umgehen sollte. Umwelt- und Tierschützer/innen waren gegen die Betäubung und den Fang des Elchs. Sie forderten, dass die Bevölkerung sowie der Zug- und Straßenverkehr Rücksicht auf das Wildtier nehmen sollten. Verkehrsexpertinnen/-experten und Polizistinnen/Polzisten warnten dagegen vor der Gefahr für Menschen, die von Emil auf Straßen und Zuggleisen ausging.

 

Weitere Informationen zur Position der Tierschützer/innen: https://www.tierschutz-austria.at/elch-emil-zu-besuch-so-verhalten-wir-uns-richtig/

Weitere Informationen zu möglichen Gefahren durch Elch „Emil“: https://www.sn.at/panorama/oesterreich/elch-spaziert-richtung-wiener-stadtgrenze-sicherheit-des-tiers-steht-an-oberster-stelle-art-607718


5-10 min

Feinlernziele

Die Lernenden …

  • denken über das Zusammenleben von Menschen und Tieren nach.
  • können über mögliche Probleme im Zusammenleben zwischen Menschen und Tieren sprechen.

Umsetzung

Zu Beginn der Lerneinheit führt die Lehrperson mithilfe von drei Impulsfragen in das Thema „Wildtierwanderungen“ und damit verbundene gesellschaftliche Konflikte ein.

 

  • Welche Wildtiere leben normalerweise in Österreich? Nennen Sie drei Beispiele.
  • Wie leben Menschen und Tiere zusammen?
  • Welche Probleme kann es im Zusammenleben zwischen Menschen und Tieren geben?

Die Lernenden beantworten die Fragen im Plenum und die Lehrperson schreibt die genannten Tiernamen mit Artikel an die Tafel.

Zusatzinformationen
Impulsfragen beantworten Anmerkungen

Auf die Impulsfragen kann während der gesamten Unterrichtseinheit wieder Bezug genommen werden.

 

Mögliche Antworten auf die drei vorgeschlagenen Impulsfragen sind:

 

Frage 1: der Hirsch, der Fuchs, das Reh, der Hase, der Wolf, der Bär, das Murmeltier …

Frage 2: Menschen nutzen den Lebensraum der Tiere; Tiere leben in Wäldern, Bergen und auf Feldern; Menschen schützen manche Tiere und jagen andere;

Frage 3: Tiere zerstören Felder oder Gärten; Tiere gefährden den Straßenverkehr;  Menschen nehmen den Tieren Lebensraum weg.


Materialtyp: Arbeitsblatt Materialtyp: Video 15-20 min

Feinlernziele

Die Lernenden …

  • können relevante Informationen eines österreichischen Nachrichtenbeitrags verstehen.
  • antworten in einfachen Sätzen auf Leitfragen.
  • verwenden die Zeitform Perfekt.

Umsetzung

Zu Beginn von Aktivität 2 erklärt die Lehrkraft, dass im Sommer 2025 ein Elch durch Österreich wanderte. Sie betont, dass Elche normalerweise nicht in Österreich leben und sich aus diesem Grund viele Menschen für den Elch interessierten.

 

Die Lehrkraft bittet die Lernenden, sich während eines kurzen Videos über den Elch in Einzelarbeit Notizen zu vorgegebenen Leitfragen zu machen (siehe Arbeitsblatt 1). Bei Bedarf werden die Fragen gemeinsam vorgelesen und deren Bedeutung geklärt.

 

Das Video wird bis zur Zeitmarke 2:04 angeschaut. Danach beantworten die Lernenden im Plenum die Fragen mündlich in ganzen Sätzen. Dafür verwenden sie die Zeitform Perfekt.

 

Vereinzelt können auch einfache Formen im Präteritum verwendet werden (er war, er hatte, es gab, er kam …). Die Lernenden können auch erzählen, welche weiteren Informationen sie dem Videobeitrag entnommen haben. Die Lehrkraft wiederholt falsch formulierte Antworten in der korrekten Form, um das Bewusstsein für richtig gebildete Sätze zu fördern.

Zusatzinformationen
Videobeitrag anschauen & Fragen beantworten Anmerkungen

Die Lehrperson informiert die Lernenden vorab, dass im Video auch Menschen zu hören sind, die in der Umgangssprache sprechen, also nicht die österreichische Standardvariation verwenden. Das erschwert einerseits das Verständnis der im Video gesprochenen Inhalte. Andererseits ist es sehr wichtig, dass Lernende im Laufe ihres Spracherwerbs ein Gefühl dafür bekommen, dass der Alltag in den deutschsprachigen Ländern sprachlich vielfältig ist (zwischen Dialekt und Standardsprache gibt es viele Mischformen).

Materialtyp: Video

Youtube-Video

ORF Zeit im Bild
Materialtyp: Arbeitsblatt

Arbeitsblatt 1

Anja Krohmer

CC BY-SA 4.0

Materialtyp: Arbeitsblatt

Lösungen zu Arbeitsblatt 1

Anja Krohmer

CC BY-SA 4.0


Materialtyp: Arbeitsblatt 15-20 min

Feinlernziele

Die Lernenden …

  • können sich in die Rolle von Tierschützerinnen/Tierschützern und Polizistinnen/Polizisten hineinversetzen.
  • betrachten ein Naturereignis aus verschiedenen Perspektiven.
  • formulieren und präsentieren Handlungsmöglichkeiten entsprechend der Rollenvorgabe.
  • arbeiten in einer Kleingruppe zusammen.

Umsetzung

In dieser Aktivität erarbeiten die Lernenden in Kleingruppen verschiedene Handlungsoptionen zum Umgang mit Wildtieren in Kulturlandschaften. Sie versetzen sich in die Rollen von Tierschützerinnen/Tierschützern oder Polizistinnen/Polizisten und diskutieren, wie mit Elch „Emil“ umgegangen werden sollte.

 

Die Lehrkraft erklärt hierfür den Lernenden, dass sie sich in der nächsten Aufgabe mit den unterschiedlichen Sichtweisen auf die Wanderung des Elchs durch Österreich beschäftigen werden.


Je nach Anzahl der Teilnehmer/innen kann die Klasse in zwei Gruppen oder in mehrere Kleingruppen von 3-4 Personen aufgeteilt werden. Die Lehrkraft weist jeder Kleingruppe entweder die Rolle „Polizistinnen/Polizisten “ oder „Tierschützer/innen“ zu und teilt ihnen die entsprechende Version von Arbeitsblatt 2 aus.

 

Die Kleingruppen bekommen anschließend zehn Minuten Zeit, um gemeinsam drei Ideen zu formulieren, wie man mit Elch „Emil“ umgehen sollte. Bei Bedarf können mündlich Beispiele gegeben werden.

 

Beispiele:

 

Polizistinnen/Polizisten:

  • Wir müssen den Elch fangen.
  • Wir müssen die Straße sperren, damit niemand verletzt wird.
  • Der Elch darf nicht in Wohngebiete laufen.
  • Wir bringen den Elch in ein sicheres Gebiet.
  • Wir müssen die Menschen vor dem Elch schützen.
  • Der Elch muss beobachtet und kontrolliert werden.

Tierschützer/innen:

  • Die Autos müssen warten, wenn der Elch über die Straße geht.
  • Der Elch soll frei weiterwandern dürfen.
  • Wir müssen den Lebensraum des Elchs schützen.
  • Menschen sollen Abstand halten.
  • Der Elch braucht Ruhe und keine Hektik.
  • Wir dürfen den Elch nicht einsperren.

Die Ergebnisse der Gruppenarbeit können von einer Person oder mehreren Gruppenmitgliedern präsentiert werden. Ergänzend können die Ideen der Kleingruppen auch auf großen Plakaten dargestellt werden.

Zusatzinformationen
Perspektivenwechsel Anmerkungen

Zur Formulierung von Handlungsmöglichkeiten bietet sich die Verwendung von Modalverben an (z.B. Wir müssen … / Man darf nicht …). Die Lehrkraft kann je nach Sprachniveau darauf hinweisen.

Materialtyp: Arbeitsblatt

Arbeitsblatt 2 - Perspektivenwechsel

Anja Krohmer

CC BY-SA 4.0


Materialtyp: Video 5-10 min

Feinlernziele

Die Lernenden …

  • stellen mithilfe entsprechender Redemittel einfache Vermutungen an.

Umsetzung

Zum Abschluss der Lerneinheit bittet die Lehrkraft die Lernenden, Vermutungen über den weiteren Weg Emils und das Verhalten der Tierschützer/innen und Polizistinnen/Polizisten anzustellen.

 

Zur Auflösung präsentiert die Lehrkraft einen kurzen Hörbeitrag über den weiteren Weg des Elchs, in dem auch das weitere Vorgehen der Behörden gezeigt wird.

Zusatzinformationen
Vermutungen anstellen Anmerkungen

Je nach Sprachniveau der Lernenden können Lehrkräfte folgende Redemittel zur Formulierung von Vermutungen vorgeben:

  • Ich glaube / denke / vermute, der Elch ….
  • Ich glaube / denke / vermute, die Polizei ….
  • Ich glaube / denke / vermute, die Tierschützer/innen ….

Wie ging es tatsächlich mit Emil weiter?

 

Da Emil in Österreich mehrfach in die Nähe einer großen Autobahn kam, wurde er von Expertinnen/Experten betäubt, sicher in einen Transporter verladen und nach Tschechien gebracht. Denn dort gibt es eine größere Population Elche.

 

Er erhielt außerdem einen GPS-Sender, damit sein weiterer Weg verfolgt werden kann.

Materialtyp: Video

Elch Emil betäubt

Sprachniveau A2 Dauer alter

Fertigkeit(en)

Fertigkeit(en) Hör-Sehverstehen Sprechen Schreiben Lesen


Themen

Natur / Umwelt


Ausstattung

Beamer / Videoprojektor Internetfähiges Gerät für Lehrperson

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