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OER-Materialien

 

Herzlich willkommen auf der Kultur und Sprache Materialienplattform. 

 

Unsere OER Plattform bietet Deutschlehrenden weltweit methodisch und inhaltlich innovative Materialien zur Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache. Die niederschwellig umsetzbaren Unterrichtssequenzen von 15-45 Minuten Umsetzungsdauer eröffnen zeitgemäße Perspektiven auf Österreich und setzen die Ziele kulturreflexiven Lernens und des DACH-Prinzips in der Praxis um. Sie sind v.a. für die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen konzipiert.

 

Creative Commons Lizenzvertrag

 

Alle originären Inhalte auf dieser Website sind, soweit nichts anderes vermerkt ist, urheberrechtlich geschützt und lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz. 

 

Die Materialien in dieser Datenbank verweisen oft auf Websites von Drittanbietern. Sollte durch Änderungen auf diesen Websites ein Link in unseren Unterrichtsmaterialien nicht mehr funktionieren, ersuchen wir Sie um eine kurze Rückmeldung an kulturundsprache@oead.at.

 


 

Inhalt:
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CC BY-SA 2.0; https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/?ref=openverse; https://www.flickr.com/photos/97164612@N00/33774232112

© Jörn Müller/Schrottperlen auf Flickr
#Gänseblümchen „für Mama“ vom Nachwüchsling (4) gepflückt. #Kinderhand #Blumen #Blumenstrauß
CC BY-SA 2.0; https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/?ref=openverse; https://www.flickr.com/photos/97164612@N00/33774232112

Kinderarmut in Österreich

Kinderarmut ist ein brisantes Thema. In diesem Beitrag erarbeiten sich die Lernenden die Problematik ausgehend von zwei Videos der Bundesjugendvertretung (BJV) und nähern sich Fragen wie:
Was ist für Sie Armut? Wie kann man Armut definieren? Und wie ist es, arm zu leben?
Die Deutschanfänger/innen diskutieren Projekte, die bei der Armutsbekämpfung helfen. Die Klasse einigt sich auf eines, das sie umsetzen möchte. Das sprachliche Lernziel ist die Verwendung von „kein“.

11.12.2025
von Britta Giersche

Creative Commons Lizenzvertrag

Alle originären Inhalte auf dieser Website sind, soweit nichts anderes vermerkt ist, urheberrechtlich geschützt und lizenziert unter der Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Globale Lernziele


Die Lernenden …

  • werden für das Thema Armut sensibilisiert.
  • erfahren, dass es in Österreich Kinderarmut gibt, und lernen die Zusammenhänge zwischen Armut, Krankheit sowie schlechten Bildungs- und Berufschancen kennen.
  • setzen sich mit den Problemen armer Schulkinder auseinander und lernen Möglichkeiten kennen, wie man armutsbetroffene Menschen unterstützen kann.
  • erweitern ihren Wortschatz um relevantes Alltagsvokabular und Phrasen mit „kein“, die in diesem Zusammenhang verwendet werden.
Anmerkungen
Anmerkungen

Bevor Sie dieses Thema im Unterricht behandeln, prüfen Sie, ob es in der Klasse Schüler/innen gibt, die in benachteiligten Verhältnissen aufwachsen. Sollte dies der Fall sein, fragen Sie diese Jugendlichen, ob sie möchten, dass ihre Probleme im Unterricht diskutiert werden. Besprechen Sie, wenn nötig, die Lernsequenz mit ihnen vorab.

 

 


5-10 min

Feinlernziele

Die Lernenden ...

  • sind für das Thema Kinderarmut sensibilisiert.
  • können den Negativartikel benutzen.

Umsetzung

Sagen Sie die Lernenden, dass sie jetzt zwei Videos über Kinderarmut sehen. Rufen Sie die Mediathek der Bundesjugendvertretung auf (https://bjv.at/mediathek/) und spielen Sie die beiden Videos der Kampagne „Armut ist kein Kinderspiel“ von 2018 ab. Nach dem Sehen machen die Schüler/innen Aufgabe 1 auf dem Arbeitsblatt.

 

Antworten: Das Skateboard hat keine Räder. Der Ball hat keine Luft. Armut ist kein Kinderspiel.

 

Besprechen Sie die Antworten und die Informationen über Kinderarmut in Österreich, die am Arbeitsblatt erwähnt werden. Fragen Sie Ihre Schüler/innen: Schockiert euch das? Warum (nicht)?

Zusatzinformationen
Einstieg Anmerkungen

Sie brauchen ein internetfähiges Gerät, um die Videos „Armut ist kein Kinderspiel“ von der Bundesjugendvertretung aufzurufen. Beachten Sie, dass es ggf. sehr lange dauern kann, diese Videos herunterzuladen.

Kampagne „Armut ist kein Kinderspiel“: Link: https://bjv.at/mediathek/
Die Bundesjugendvertretung (BJV) ist die gesetzlich verankerte Interessenvertretung aller Kinder und Jugendlichen in Österreich.


Kinderarmut in Österreich

Britta Giersche

CC BY-SA 4.0
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode 


5-10 min

Feinlernziele

Die Lernenden ...

  • wenden Nomen für Alltagsgegenstände an.
  • benutzen den Negativartikel „kein“ im Nominativ.

Umsetzung

Die Schüler/innen arbeiten in Gruppen zu dritt oder zu mehr Personen und machen Aufgabe 2 auf dem Arbeitsblatt. Gehen Sie durch die Beispiele und weisen Sie auf den Gebrauch des Negativartikels hin.

 

Gehen Sie in der Klasse herum und helfen Sie einzelnen Gruppen, wenn nötig, Ideen zu generieren. Fragen Sie, zum Beispiel: Wie ist das mit Geburtstag / mit Weihnachten / mit Urlaub / mit Sportvereinen?

 

Die Lernenden können für diese Aktivität Wörterbücher benutzen.

 

Tragen Sie am Ende die Antworten der Gruppen zusammen. Korrigieren Sie gegebenenfalls die Negativartikel. Die Schüler/innen notieren sämtliche Ideen auf ihren Arbeitsblättern.


Kinderarmut in Österreich

Britta Giersche

CC BY_SA 4.0
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode 


5-10 min

Feinlernziele

Die Lernenden ...

  • kennen Nomen für Alltagsgegenstände.
  • können den Negativartikel „kein“ im Akkusativ gebrauchen.
  • verstehen, dass es Zusammenhänge zwischen Armut und Krankheit und schlechten Bildungs- und Berufschancen gibt.

Umsetzung

Sagen Sie den Schüler/innen, dass sie nun mehr Fakten über Armut lernen.

 

Besprechen Sie Aufgabe 3 auf dem Arbeitsblatt. und wiederholen Sie gegebenenfalls den Gebrauch des Negativartikels im Akkusativ – weisen Sie auf „der Cent“ hin.

 

Die Schüler/innen füllen den Lückentext aus. Gehen Sie anschließend durch die Antworten und besprechen Sie unbekanntes Vokabular.

 

Antworten: 1-kein Geld 2-keine gesunden Lebensmittel, 3-keine Medikamente, 4-keine warme Wohnung, 5-keine wertvollen Geräte, 6-keine Autos, 7-keinen extra Cent, 8-keine so guten Chancen auf einen guten Beruf

 

Fassen Sie kurz die im Text angesprochenen kausalen Zusammenhänge zwischen Armut und Krankheit, schlechten Bildungs- und Berufschancen in Ihrer Unterrichtssprache zusammen.


Kinderarmut in Österreich

Britta Giersche

CC BY-SA 4.0
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode 


5-10 min

Feinlernziele

Die Lernenden ...

  • verstehen den Text eines armutsbetroffenen Jugendlichen.

Umsetzung

Die Lernenden lesen nun die Geschichte von Simon, einem Teenager, der von Armut betroffen ist (Aufgabe 4 auf dem Arbeitsblatt.) Sie arbeiten zu zweit und machen die Verständnisaufgabe. Besprechen Sie die Antworten: 1-falsch, 2-richtig, 3-falsch, 4-falsch, 5-falsch, 6-richtig.


Kinderarmut in Österreich

Britta Giersche

CC BY-SA 4.0
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode 


10-15 min

Feinlernziele

Die Lernenden ...

  • formulieren Lösungen zu Problemen, die arme Kinder mit Schulritualen haben.
  • sind für dafür sensibilisiert, wie Schulrituale arme Kinder verletzen können.
  • sind dafür sensibilisiert, wie ihr Schulalltag funktioniert.

Umsetzung

Sagen Sie Ihren Schüler/innen: Manche Schulrituale sind Probleme für arme Kinder. Fragen Sie: Habt ihr Beispiele? Wenn den Schüler/innen Antworten einfallen, diskutieren Sie sie, bevor Sie zu Aufgabe 5 auf dem Arbeitsblatt übergehen. Besprechen Sie das Beispiel. Regen Sie eine kurze Diskussion an. Fragen Sie: Sind das gute oder schlechte Lösungen? Die Lernenden arbeiten anschließend zu zweit oder zu dritt. Gehen Sie in der Klasse herum und helfen Sie bei Vokabelfragen.

 

Gehen Sie am Ende durch die Antworten im Klassenverband.

 

Mögliche Antworten: Fantasiegeschichten erzählen, stumm bleiben; am Geburtstag krank zu Hause bleiben

 

Diskutieren Sie abschließend in Ihrer Unterrichtssprache, was die Schule machen kann, damit diese Rituale für arme Kinder kein Problem sind. Weiten Sie die Diskussion gegebenenfalls auf die Beispielantworten der Schüler/innen von oben aus.


Kinderarmut in Österreich

Britta Giersche

CC BY-SA 4.0
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode 


5-10 min

Feinlernziele

Die Lernenden ...

  • kennen Wege, wie armen Menschen geholfen werden kann.
  • entwerfen ein Poster mit deutscher Beschriftung zum Thema Armut.

Umsetzung

Fragen Sie, mit welchen Projekten man armen Menschen helfen kann. Holen Sie Ideen ein und stellen Sie weitere vor.

 

Zum Beispiel: Man kann armen Menschen durch Geldspenden oder Spenden von Kleidung, Gegenständen, Haushaltsartikeln und Lebensmittel helfen. Man kann dadurch helfen, dass man Solidarität zeigt und für sie demonstriert oder Petitionen unterstützt. Man kann helfen, indem man sich bei Projekten engagiert, in denen man gemeinsam mit armen Menschen etwas unternimmt, zum Beispiel kochen.

 

Als Hausaufgabe arbeiten die Schüler/innen zu dritt einen Projektvorschlag aus (in ihrer Unterrichtssprache). Sie entwerfen dafür ein Poster, das sie auf Deutsch beschriften. Mit dem Poster stellen sie in der nächsten Stunde ihr Projekt vor.

 

Die Klasse stimmt über das Projekt ab, das sie umsetzen möchte, wobei die Gruppen nicht für ihre eigenen Vorschläge stimmen dürfen.

Sprachniveau A1 Dauer alter
Fertigkeit(en)

Fertigkeit(en) Hör-Sehverstehen Sprechen Lesen


Themen

Wortschatzerweiterung Projektorientierter Unterricht Gesellschaft / Politik Familie / Beziehung / Privatleben Alltag


Ausstattung

Beamer / Videoprojektor Lautsprecher Internetfähiges Gerät für Lehrperson

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Bundesministerium für Bildung

Minoritenplatz 5
1010 Wien

 

Abteilung Abteilung III/8 - Bilaterale internationale Angelegenheiten Bildung; Weltweit Unterrichten;

Holocaust-Education/Erinnerungspolitik – international; Nationale Strategie gegen Antisemitismus

 

MMMag. Klaus Redl, BA MA

T +43 1 53120 4821
klaus.redl@bmb.gv.at

 

 

 

OeAD – Agentur für Bildung und Internationalisierung

Abteilung Auslandsstandorte und Sprache

Programm Kultur und Sprache

Standort: Universitätsstraße 5
1010 Wien

 

kulturundsprache@oead.at

 

Mag.a Katrin Havlicek-Rosenauer

T +43 1 534 08 511

 

Cristina Rettenberger, MA

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